21. Februar 2025

Bunt und breit gefächert

Förderungen für regionale Klimaschutzprojekte 2024
  • Ehrenamtliche Projekte werden im Rahmen der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie gefördert
  • Bis zu 10.000 Euro Unterstützung pro Projekt vonseiten des Landes

Wiederverwenden und upcyceln, weniger kaufen und stattdessen etwas leihen oder sich in unterschiedlichen Formaten mit den Themen Klimawandel und Klimaschutz auseinandersetzen – in Tirol gibt es sehr viele Initiativen und Vereine, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz auseinandersetzen. Damit leisten sie einen aktiven und wichtigen Beitrag für Tirols Zukunft. Bereits seit mehreren Jahren werden solche großteils ehrenamtlichen Projekte vonseiten des Landes als Teil der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie mit bis zu 10.000 Euro Förderung unterstützt. Im vergangenen wurden rund 50.000 Euro Fördermittel für zwölf verschiedene Projekte zur Verfügung gestellt. 

„Nachhaltigkeit und Klimaschutz haben viele Facetten. Die zahlreichen umgesetzten Projekte zeigen, dass diese Themen in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, immer mehr Menschen aktiv mitanpacken und einen Beitrag leisten. Es braucht nicht nur politische Maßnahmen und gesetzliche Vorgaben, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, sondern auch regionale, auf einzelne Zielgruppen maßgeschneiderte Konzepte. Wir müssen die Menschen bei der Umsetzung mitnehmen, die vom Land geförderten Projekte leisten dabei wichtige Überzeugungsarbeit“, freut sich Klimaschutzlandesrat René Zumtobel.

Auch 2025 können wieder Förderungen beantragt werden. 

Das sind die regionalen Projekte

Mit dem Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern beschäftigt sich das Projekt des Tiroler Bildungsforums „Gemeinschaftsgärten als Klimagärten“ mit Sitz in Innsbruck. Für bereits bestehende Gemeinschaftsgärten werden Workshops und Vorträge angeboten. Es geht unter anderem darum, wie das Klima durch den optimalen Wassereinsatz und die richtige Fruchtfolge sowie den Verzicht auf Pestizide und Torf geschützt werden kann.

Im Gymnasium Meinhardinum in Stams wurde als Gemeinschaftsprojekt mehrerer Klassen ein Schulgarten auf 400 Quadratmetern Fläche angelegt. Der Garten wird von den SchülerInnen selbständig bewirtschaftet, für den Unterricht genutzt und dient als praktische Veranschaulichung des Nahrungskreislaufs.

Wie viel Soja wird global angebaut? Wie viel Wasser, Boden und Futtermittel braucht es, um ein Kilogramm Fleisch zu erhalten? Wie lange dauert es, bis Gurken, Karotten und Co geerntet werden können? Mit dem Thema Ernährung und Lebensmittel beschäftigt sich auch die Genossenschaft feld:schafft, die auf ihrem „Weltacker“ in Innsbruck umfassende Bildungsarbeit zum Thema leistet. Am Weltacker im Stadtteil Reichenau erhalten Interessierte und insbesondere Schulklassen aus der Umgebung umfassende Informationen zum globalen Lebensmittelanbau.

Wohin nur mit dem vielen alten Brot? – Das fragen sich viele Menschen. In Innsbruck entsteht ein eigenes Kochbuch zum Thema. Unterschiedliche Initiativen, die sich mit der Vermeidung von Lebensmittelabfällen beschäftigen, teilen ihre Lieblingsrezepte mit altem Brot, um gemeinsam das Kochbuch entstehen zu lassen.

In Wattens hat der Kulturverein Grammophon einen Escape Room und eine KlimaWirkstatt veranstaltet, um die Herausforderungen des Klimawandels erlebbar zu machen und mit Elan an Lösungen zu arbeiten.

Ebenfalls auf kultureller Ebene beschäftigte sich das Projekt „Visualizing Klimawandel“ des WEISSRAUM.Designforum Tirol in Innsbruck mit der verständlichen Kommunikation von Daten zum Klimawandel. Im Zuge des Projekts wurden KünstlerInnen und ForscherInnen zusammengebracht und zeigten in einer Ausstellung auf, wie vielfältig Zahlen, Daten und Fakten auf künstlerischer Ebene vermittelt werden können.

Ressourcen schonen und Dinge weiterverwenden war der Gedanke hinter dem ersten Tauschbazar in der Gemeinde Mieming. Kleidung, Spielzeug, Sportausrüstung und vieles mehr konnte abgegeben werden. Das Gesammelte wurde am Folgetag kostenlos weitergegeben. Begleitet wurde der Tauschbazar von Vorträgen und Workshops zum klimafitten Gärtnern und zu Upcyclingprojekten.